Es war ein sehr umfangreiches Fotolabor mit vielen Komponenten und Zubehörteilen. Für dieses Fotolabor habe ich damals über 23.000 DM (1993/1994) ausgegeben und nur noch 400 € bekommen (2007). Es hat mir sehr gute Dienste geleistet.

Für die Filmentwicklung habe ich einen Jobo Colorprozessor CPP-2 mit Lift genutzt. Ich habe damit Kleinbildfilme und Rollfilme in den Prozessen C-41, E-6 und natürliche auch in S/W entwickelt. 

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Eine Besonderheit war mit Sicherheit ein kleines Gerät zur Ferneinschaltung, welches mein Vater gebaut hat. In diesem Gerät war ein Pieper eingebaut – wenn ich diesen innerhalb von 90 Sekunden 3x angepiept habe (über Handy) hat sich die Entwicklungsmaschine automatisch eingeschaltet, somit konnte ich immer bei eiligen Terminen die Entwicklungsmaschine schon von einem Termin aus einschalten und konnte gleich loslegen sobald ich in meinem Labor ankam, eine Colornegativ Entwicklung im C-41 Prozess erfolgt normalerweise bei 38°.

Für Vergrößerungen habe ich ein Kaiser VCP 6002 genommen mit zwei Objektiven für Kleinbild und Mittelformat 6×6 – somit konnte ich Papierformate von 9×13 bis 50×60 cm verarbeiten. Bei S/W Abzügen habe ich die Filter beim Farbmischkopf ausgeschaltet und mit „MULTIGRADE Filtern“ und MULTIGRADE Fotopapieren (gradationsvariable Schwarzweiß Papiere) S/W Vergrößerungen angefertigt, entwickelt habe ich die S/W Fotos klassisch in Schalen bei Rotlicht.

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Farbvergößerungen habe ich im RA-4 Prozess mit einer Jobo PrintLab 3504, einer Durchlaufmaschine mit einer Trocken zu Trocken Verarbeitung gemacht. Mein Laborraum war - zwei geteilt und die Durchlaufmaschine stand inmitten einer Trennwand, somit konnte ich auf der einen Raumseite das Fotopapier im Dunklen belichten und in die Entwicklungsmaschine einlegen. Durch eine Lichtschleuse konnte ich von der Dunkelkammer in den Lichtbereich wechseln, wo dann die fertigen und getrockneten Farbfotos aus der Maschine kamen. (bei Farbvergrößerungen wird ganz im Dunklen gearbeitet – also auch kein Rotlicht!)